Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die heimliche Lust des Beobachtens der unbeobachteten Beobachter

Jeder kennt dieses Idyll, dass im allgemeinen dem Dorf- oder Kleinstadtleben zugeschrieben wird: Ein offenes Fenster, mehr oder weniger versteckt, IM Fenster eine Beobachterin, (es sind vorzugsweise weibliche Personen oder eben weibliche Charaktere, die an solchen Fenstern, gestützt auf ein Kissen, damit die Unterarme nicht einschlafen, aus solchen Fenstern als einsamen Beobachtungsposten herausschauen), um eben was zu tun? Richtig, um die Welt zu beobachten in all ihren unaufhaltsamen Veränderungen, die aber vorzugsweise von Menschen verändert werden, wenn mensch absieht vom Wachsen aller Pflanzen und von den nicht stillzustellenden mehr oder weniger hektischen Bewegungen aller Tiere. Das beweglichts aller Tier aber ist der Mensch: homo dynamis.

Nun gibt es zu dieser allgemeinen und hier im vorangegangenen kurzen Text generalisierten Situation individuellen Beobachtungsbemühens ein durchaus großstädtisches Pendent: 

Das Beobachten durch Beobachter, die still und ein eigenes privates Tun simulierend, an einem kleinen Tisch sitzen, und die dennoch nicht mehr und nichts Besseres zu tun haben, - und sei es durch bewusst verharmlosende Seitenblicke - es sind die Nachmittagsgäste in den Caféhäusern.

Ein solcher Beobachter der anderen - sich unbeobachtet fühlenden - Beobachter war ich - als ein - krank geschriebener Müssiggänger - heute Nachmittag im Café Maldaner in Wiesbaden. Dieses Café ist - nach schriftlicher Überlieferung - rund zweihundert Jahre alt. Es wurde also lizensiert um 1813, also zur Hoch-Zeit der napoleonischen Herrschaft. Wiesbaden war damals der Hof und Regierungssitz des Großherzogtums Hessen/Nassau. Der kameralistisch geschulte und ökonomisch entsprechend denkende damals dieses kleine Ländchen regierende Großherzog wollte das Wortschaftsleben in seinem Aufmerksamkeitsbereich ankurbeln, (ein Ausdruck, den es so damals noch gar nicht geben konnte, weil ja schliesslich das Automobil durch die Herren Benz und Daimler noch gar nicht erfunden war. Es gab schliesslich nicht einmal die Eisenbahn, auch noch nicht in England).

Zwei Männer traten als Entrepeneure, so nannte mensch Unternehmer damals, an diesen für alles Neue aufgeschlossenen Großherzog herran mit der Bitte, ein "Geschäft" eröffenen zu dürfen: Der eine von diesen beiden dynamischen Personen war ein Apotheker, der andere ein Kaffeeröster. Und so kam das damalige ländliche Städtchen Wiesbaden, - das allerdings, als Siedlung selbt "uralt" gewesen war, denn schon die Römer kannten es, weil sie hier eine kleine Kohrte zur allgemeinen Grenzsicherung, (dem LIMES), unterhielten. Diese soldatischen Römer, als badesüchtig bekannt und im allgemeinen auch vertraut mit dem Heranschaffen von Wasser, wenn das vorhandene zu allgemeinen Zwecken nicht ausreichte, (Aquädukte), die Römer hatten entdeckt, dass in den Wiesen der kleinen Barbarensiedlung heisse Quellen sprudelten. Deshalb nannten sie in ihren monatlichen Berichten nach Rom diesen Ort: Wisibada !

Beide der genannten Geschäftsgründendungen haben die (Kriegs)Wirren aller folgenden Zeiten bemerkenswert gut überlebt, beide in der sogenannten Marktstrasse: Erstens die "Apotheke zum Hirschen" und zweitens das Café "Maldaner", bennant nach dem dem Namen des Gründers, dieses Kafeerösters und Konditotmeisters, der die zweihundertjährige Tradition des immer flott besuchten Hauses der Geselligkeit begründete.

Als ich - als Dreiundzwanzigjähriger - im Jahre 1951 aus dem damals kommunistischen Ostberlin retirierte und mich - mit Hilfe meines Vaters, der seinerzeit Referent war im sich dummerweise so nennenden "Statistischen Bundesamt", (anstatt das es richtig hiesse: Bundesamt für Statistik; es gibt ja auch - zum Beispiel - das begrifflich analoge Pendent eines Bundesamtes für Wasserwirtschaft). Mein Vater war in dieser Behörde zuständig - und damit aus dem Kreise aller anderen Referenten herasgehoben - für die gesamte Systematik der Waren-Numerierung, für das sogenannte Bundes-Warenverzeichnis. Nach dieser systematischen Auflistung ALLER im Lande hergestellten Waren und sonstigen Gütter, danach also hat ein jedes in Mengen produzietes DING eine zehnstellige individuellen Kennziffer, aus der ein entsprechend geschulter Fachmann die Art des gegenstandes sich erkennend abzuleiten in der Lage ist.

Über Nacht sozusagen wurde im Juli 1951 - durch einen Verwaltungsakt namens "Familienzusammenführung" - der Ostberliner Rudi K. Sander, also ich, zu einem Wiesbadener und damit auch zu einem - damals eben noch - westdeutschen Bundesbürger und zu einem wahlberechtigten Mitglied der Wiesbadener Stadtgemeinde. Meinen Lebensunterhalt verdiente ich damals als Feinmechaniker und Musterbauer in der - heute nicht mehr existierenden - Kamerafabrik ADOX in dem 1921 in den Stadtverband Wiesbaden eingegliederten, unmittelbar am Rhein gelegenen Vorort Biebrich. Um die gleiche Zeit wurde ich auch - auf eigene Initiative - ein eingeschriebener Leser und Bücherausleiher in der damals so geheissenden Hessischen Landesblibiothek (HLB). Ich bin seitdem auch ein Mitglied des sogenannten Fördervereins dieser großzügig gepanten und ebenfalls über 200 Jahre durchgehaltenen Institution, die heute den Namen trägt Wiesbadner Universitäts- und Landesbibiothek. Die Feier zu diesem Jubiläum war am letzten Samstag, es war genau der Samstag, an dem ich mit meiner Ulrike nach Koblenz gefahren war, um dort bei der Firma LÖHR, einem seit Jahren renommierten Autohaus, einen gebrauchten Kleinwagen, einen Toyot Yaris, zu besichtigen, zu fotografieren und schliesslich auch zu erwerben.

Dem Plan und den Mut, mir doch wieder ein kleines Auto zuzulegen, den fasste ich durch mein jetziges optimistischen Leben und Erleben im FLOW, wie es so schön neudeutsch heisst. Dieser Zustand hat sich bei mir ganz von selber eingestellt, nachdem ich eine Brustkrebs-OP sehr gut überstanden habe: ohne nachfolgende Chemotherapie, ohne die übliche REHA, ich brauche nach dem klugen Plan des Professors W, der mich in der HSK operiert hatte, (in der von meinem damaligen Sozialminister Dr. Horst Schmidt gegründeten modernen Klinik gleichen Namens) nur für fünf Jahre lang - nach einem international bewährten Plan und Muster - jeden Tag eine Anti-Östrogen-Tablette zu nehmen. Zusätzlich muss ich 28 Tage lang zur Bestrahlung ins Joho gehen, ins ebenfalls renommierte St-Josefs-Hospital. Und nun kommen wir - verehrte Leserin - endlich zum Kern dessen, was ich Ihnen eigentlich erzählen will:

Ich werde also über einem Zeitraum von 5 1/2 Wochen hinweg bestrahlt, (mit einer - nicht radioaktiven - energiereichen Ionenstrahlung, die eine große drehbare Maschine aud Phtonen erzeugt). Mensch merkt die Bestrahlung nicht: ich habe davon - bislang - keinerlei Beschwerden. Im Gegenteil: Das - von (fast) ausschliesslich Frauen geleitete Bestrahlungsritual macht mich (im Anfang neugierig) jetzt heiter, und deshalb fahre ich an jedem Nachmittag, von Montag bis Freitag, NACH der Bestrahlung, mit der Taxe, (eine von der Krankenkasse im Rahmen der Nachbehandlung getragene Leistung), als sogenannte "Krankenfahrt" vom Joho ins Café Maldaner.

Dort setze ich mich dann, mit einer kleinen Tasche aktueller Bücher, gleich rechts nach der Drehtür, die den Eingang markiert, in eine gemütliche Ecke, an einen Zweiertisch, auf eine gepolster Bank: alles sehr bequem. Das Café steht - wie wohl schon gesagt - unter Denkmalschutz, und "Maldaner" ist eingerichtet wie ein typisches "Wiener Kaffeehaus": das ist auch sein offizieller Name, nachdem - nach dem Tode des letzten Familienmitglieds - ein traditionsbewusster Iraner die Leitung dieses Traditionshaus Übernommen hatt, vor nun schon einige Jahre zurückliegend.

Da sitze ich also, esse und lese. Stets bestelle ich zuerst eine große Flasche sprudelndes Mineralwasser, (Helenenquelle). Als ich heute, vom revierbesitzenden Kellner - die Reviere wechseln täglich - (und die meisten Bedienungen sind hübsche, fleissige, höfliche junge Frauen), von Kellner also "eingewiesen" worden war, war es ein Platz gegenüber einer attraktiv angezogenen Dame von geschätzt  fünfzig Jahren. Sie war damit gut dreissig Jahre jünger als ich. Mein Herz konnte also - im Stillen - "hüpfen". Diese Dame aß ein sehr lecker ausschauendes Gericht, es war Hirschgulasch mit Tiroler Klößen. Mir lief sogleich das Wasser im Munde zusammen. Aber: obgleich ich es sogleich bestellen wollte, der Ober winkte ab: es war die letzte Portion des Tages gewesen, klar, ich war zehn Minuten vor Zwei gekommen, und gegen zwei Uhr pflegt im Maldaner die Essensküche zu schliessen. So bestellte ich schnell noch einen große Terrine Linseneintopf, ein dort sehr schmackhaft zubereitetes und von allen Gästen sehr oft bestelltes und geschätztes Gericht. Übrigens mit klein geschittenen Wiener Würsteln gut aufgemotzt. Um auch das hier sogleich zu bekennen: Hinterher, als Dessert, aß ich eine Rumkugel, eine sehr kalorienreiche Ess-Sünde, der ich aber nie widerstehen kann.

Weil ich an diesem heutigen Tage - wegen eines plötzlich aufgetretenen Hexenschusses etwas im Gehen behindert war, was selbstverständlich ein jeder und eine jede sofort bewerken musste, kam ich mit dieser reizenden und heiter sich gebenden Dame ins Gespräch. Was fehlt ihnen, fragte sie mich freundlich Anteil nehmend, und ich bekannte freimütig, wegen der gut überstandenen Brustkrebs-OP nun täglich in die Klinik zu müssen, mit der - angenehmen - Folge, dann auch an jedem dieser Bestrahlungstage ins Maldaner zu kommen. Die Dame stutzte, erklärte sogleich ihre Anteilnahme, setzte aber hinzu - ebenso freimütig bekennend - ihr Ehemann sei gewiss schlimmer dran - deshalb war er auch nicht dabei - weil er seit Jahre Zucker habe (Diabetes), und zu allem Überfluss nun auch noch an Nierenversagen leide und deshalb dreimal die Woche zur Dialyse müsse. Nun war es an mir, mein Mitgefühl, meine Empathie, zu artikulieren. Wir beide Hübschen - wie man in Berlin zu frozzeln pflegt - wir verstanden uns also auf anhieb. Es war eine für beide Seiten sehr angenehme Zweierbezeihung, von den modernen Luhmann-Soziologen Interaktion genannt, und zwar immer dann, wenn der Beobachter, als ein Beschreiber der dann möglichen Kommunikation unter Anwesenden, diese kommunikative Situation - als einen Gedankenaustausch, als ein gegenseititiges Herantasten an ein mögliches, aber erst einmal zu schaffendes Miteinander - wenn der Beobachter, als ein Beobachter Zeiten Grades, (so nennt man das im systematischen Konstruktivismus), wenn er diese Situation - beobachtend - eben so beschreibt, (wie ich das hier gerade tue).

Es war offensichtlich, ich hatte diese Dame mir gegenüber sozusagen als Frauenpflüsterer "erreicht" mit meinem Geschäkere, denn als sie ging, ich hatte ihr sogar meine Karte gegeben, war sie auf unmissverständliche Weise sehr heiter. Aber nun war sie eben weg, und ich war zunächst einmal wieder für mich - lesend - allein.

Dann kam eine ganz andere Dame. Die habe ich sofort - sie hatte zwar fast weisse (weissgraue) Haare, aber: einen demonstrativen Herrenschnitt - die habe ich sofort (aus dem Bauch heraus) für eine Pfarrerin gehalten. Sie legte ihre Jacke über ihren Stuhl und erklärte - mit einem heiteren Gesicht - ich solle darauf aufpassen, sie gehe nun zu der überbordenden Kuchentheke, um sich etwas für sie passendes, wonach ihr nun gerade der Sinn stünde, auszusuchen. Flugs legte ich ihr ebenfalls meine Visitenkarte auf den blanken Tisch, so, dass sie diese Nachricht beim Zurückkommen gewiss sehen musste. Daneben legte ich ein nagelneues kleines Büchlei, das ichvor zwei Tagen in der Evangelischen Buchhandlung in der Schwalbacher Strasse erworben und erst knapp zehn Seiten darin gelesen hatte. Dieses kleine Druckwerk trug denTitel "Ich halte dich - Gott", Warum wir vertrauensvoll leben können, von Jürgen Werth, erschienen bei GerthMedien Asslar, Verlagsgruppe Random House, (2013). Gedacht war das so: Sie sollte zurückkommen, voller Vorfreude auf ihren von ihr selber ausgesuchten Kuchen, sollte erkennen, was ich doch für ein höflicher und kommunikationsfreudiger Mensch und damit ihr unterhaltsames Gegenüber sei, und ich wollte ihr das Buch zur temporären Nutzung (vulgo: Lesen) überlassen.

Aber es sollte vollkommen anders kommen:

Sie kam tatsächlich mit dem erwarteten und schon beobachteten heiteren Gesicht zurück. Doch als sie meine Karte erblickte und das daneben liegend Buch mit seinem graphisch so gestalteten Titel, dass dieser Titel einem richtig ins Auge springen muss, da wurde diese Dame, diese "Pfarrerin", (für die ich sie ja spontan hielt), da wurde sie - wie mensch sagt - "leichenblass" und fing an zu stottern. Zuerst verwirrte mich das, denn ich dachte, nanu, dachte ich, WAS hat sie denn mit einem Male?

Sie fasste sich aber schnell - die Blässe in ihrem Gesicht blieb aber fest verankert - und sie erklärte: Ich glaube an diesen personalen Gott da oben, und ich glaube auch daran, dass Er all unser Leben und all unser Tun gestaltet und begleitet. Nun werden sie verstehen, dass ich auch sofort entschlossen bin, zu glauben, dass Er sie mir geschickt hat, damit sie mir dieses Buch offenbaren. Und dieses Buch leuchtet mir zwar sofort ein, weil es ja meinen festen Glauben bestätigt, aber: Es erschreckt mich auch, denn: ich fühle mich nun von IHM & von ihnen "ertappt", (obgleich sie ja mit großer Sicherheit gar nicht wissen können, WAS mir in den letzten verganegenen Tagen wiederfahren ist: ein schlimmer Bruch, eine Trennung, ja schlimmer, ich wede nun wohl packen und wegziehen müssen). Ich sagte zunähst gar nichts. Dann stotteret nun meinerseits ich, wie sie zuvor, und ich erklärte ihr, das Büchlein war von mir dort lediglich als eine kleine Unterhaltungsmöglichkeit hingelegt worden. Aber sie setzte sich gar nicht mehr. Sie rief - sichtlich nervös - den für dieses Revier zuständigen Oberkellner, zahlte mit zittrigen Händen, zog ihre Jacke an und verschwand flugs und auf der Stellem ohne zu grüßen und ohne sich noch einmal nach ihr umzudrehen !

Somit war ich wieder - als der erzählte Beobachter der unbeobachteten Beobachter: der Gäste - allein in meiner kleinen gemütlichen Ecke.

Am linken Nebentisch zu mir, auch einem Zweiertisch, wo die beiden Gäste plaudernd einander gegenüber sitzen können, dort saß ein bemerkenswertes Paar. Es war schon VOR der "Pfarrerin" erschienen. Und weil er so laut sprach, konnte und musste ich einiges von dem mithören, was er seiner Tischdame zum Besten gab. Tenor seiner auftrumpfenden Erzählungen war: SEINE Reisen ! Es war auch mir bald klar, dieser Mann war schon "überall" gewesen. Kurz: er protzte mit seinen Weltkenntnissen, die Hessen pflegen hierüber zu sagen: er strunzte ! Als nun die "Pfarrerin" verschwunden war, versuchte ich, ihn in seinem Wortschwall zu unterbrechen, um diesem Pärchen klar zu machen, (die Frau diesem Manne gegenüner war sehr hübsch und überaus elegant gekleidet), WAS mir doch hier soeben - offensichtlich vollkommen unbemerkt von diesen Beiden - widerahren sein. Obwohl ich lang ausholem wollte, unterbrachen sie mich Beide und erklärten, meine Erklärung des Vorfalls sei ja wohl überzogen, und im übrigen interessierten ihnen beiden solche Geschehnisse am Nebentisch überhaupt nicht. Also blieb ich mit meiner - für mich - aufregenden Pfarrerinnengeschichte allein.

Es gab an diesen Zweiertisch sofort danach noch eine dritte Begegnung, wiederum ganz anderer und eigener Art. Es erschien - wie sich schnell herausstellte . eine Dame aus Mainz, also einen Määnzerin. Sie war der Typ gutmütige Frau, adrett und ordentlich, aber vollkommen unauffällig gekeidet. Sie komme zwar selten, aber sie komme gerne hierher ins Wiesbadner Madaner, erstens wegen des überaus guten Kuchens, den mensch allseit lobe, und zweitens, weil es eben ein solches uraltes und romantisches Café ja in Mainz nicht gebe. Sie trank flugs einen Cappuccino und verzehrte ein hübsch garniertes kleines Törtchen, das so gut gestaltet aussah, dass ich mir ebenfalls eines davon bestellte. Weil sie es eilig hatte, verschwand sie anschliessend, ohne das wir weiter viel mehr miteinander geplaudert hatten.

Als dieses verbal vögelnde Pärchen von meinem linken Nebentisch, das offensichtlich nicht verheiratetet war, nach kurzer Zeit gegangen war, erschien einen "Oma", (es stellte sich später heraus, es war KEINE Oma, sondern eine "beste Freundin" mit den beiden ihr anvertrauten siebenjährigen Mädchen). Beide Mädchen - auf Befragen - erklärten, sie gingen seit heuer bereits zur Schule, jetzt aber seien ja drei Wochen Ferien. Ich fragte beide nach ihrem Namen, aber sie waren zum Antworten zu schüchtern, so dass die "Oma" für sie antwortete: es waren Elén und Jiff ! Ich war verblüfft. Die "beste Freundin bestellte für sich nichts, weder zu essen noch zu trinken, und die beiden Mädchen bekamen - offensichtlich von beiden gewünscht - je eine frisch gebackene Waffel mit Sahne und mit einer Soßiere voller flüssiger Schokolade. Als alle drei nach ihrer kleinen Mahlzeit das Café wieder - mich heiter grüßend - verliessen, hatten alle drei, dem Zeitgeist gemäß, jeder ein Rucksäcklein auf dem Rücken.

Ich zahlte dann bald auch. Und als ich aufstand, um zu gehen - ich wollte vor meiner Heimfahrt nach Bad Schwalbach noch zu SATURN, mir für kommenden Samstag ein neues Navi zuzulegen - da stand schon wiedr ein hübsches und überaus sympathische mittelalterliches Pärchen bereit, mein Zweiertischchen mit Beschlag zu belegen.

Ich fuhr dann zum Hauptbahnhof, ging ins (runde!) "Liliencarré", einer rund gebauten Shopping Mail, fuhr in den Zeiten Stock zu SATURN und kaufte mir kurz entschlossen und "auf Anhieb":
1) Eine kleine Wetterstation, (für die Aussentemperatur);
2) Eine Einschiebehülle für mein neues Smartphone "Xperie V", von HAMA;
3) Ein TomTom-Navi und
4) Ein Tablett mit Tastatur-Ständer (!) Marke LOGITECH 920-003408 KEYBOARD Case,
     (Für 79 Euro !).

Soweit der oben angekündigte Bericht eines Beobachter der unbeobachteten Beobachter im Café.
  


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